CW: DE-POL

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Die Bundestagswahl im Jahr 2021, ist für mich die Entscheidung zu treffen, an welcher Stelle man sein Kreuz setzt schwieriger als jemals zu vor. Hierdurch kann ich die politische Verdrossenheit mehr nachvollziehen und verstehe, weshalb man kleinst Parteien oder niemanden wählt.

Für mich sind zum aktuellen Zeitpunkt, wie bei vielen anderen auch, die Klimapolitik eine hohe Priorität. Hinzu kommen die soziale Gerechtigkeit, sowie queere und feministische Themen. Als weiteres Thema zählt es für mich die rechte Politik von CDU, der AfD und FDP zu verhindern, da diese auch gegen die vorher genannten Themen handeln. Irgendwo dazwischen positioniert sich die SPD und bildet sozusagen die Mitte. Da wir aber einen Rechtsruck in der Gesellschaft haben, positioniert sich die SPD zum Schluss doch nur Rechts neben der Mitte und dass die SPD unwählbar ist, zeigt deren Historie sowie deren Parteiprogramm und Kanzlerkandidat. Eine Priorität oder höhere Gewichtung der Themen, bei der Wahl einer Partei und der/s Direktkanidat*In, ist schwer zu finden, besonders weil sich Politiker*Innen aus verschiedenen Lagern für Themen einsetzen, welche ich befürworte und zugleich ist mir deren Partei doch zu wider. Zum Beispiel die Linke, welche sich für eine korrekte Klimapolitik einsetzten, Politiker*Innen sich gegen Paragraph 218 und 219 Strafgesetzbuch positionieren und die Menschen entlasten möchten. Zeitgleich steht die Partei hinter Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontain, welche mit rechten Gedanken um Stimmen werben, Verschwörungsmythen befeuern und rechtspopulistischen Parteien zusprechen. Bei den Grünen schwebt immer der Gedanke mit, dass diese sich für eine Klimapolitik einsetzen, aber auf Landesebene konnte man immer erkennen, dass diese Partei dem willen des Mitregierens sich eher beugt, als tatsächlich diese Werte zu vertreten, mit welchen geworben wird. Dies sieht man in Hessen (Schwarz-Grün) oder Baden-Württemberg (Grün-Schwarz). In diesen Ländern wird politisch der Individualverkehr befeuert und manch eine Politiker*In der Grünen ist mehr Schwarz als Grün.

Es gab mittlerweile mehr als genug Videos und Artikel, in welchen die Politik von CDU, FDP und AfD erläutert wurden, weshalb diese Lebens verachtende Politik nicht Wählbar ist. Dabei ist es nicht nur deren Abscheu den Menschen gegenüber, was diese Parteien unwählbar macht, deren Programme zeigen das typische Bild von sofort Gewinnen in die Taschen von wenigen und des kaputt wirtschaften von allen anderen.

Es gibt Parteien, welche weder Wissenschaft feindlich noch rechts oder egoistisch ist. Dabei handelt es sich am Ende um Kleinstparteien, welche weit davon entfernt sind, die 5 % Hürde zu meistern. Dan hört man von Menschen, man muss es sich leisten eine kleine Partei zu wählen und ich denke genau über diesen Inhalt nach. Welche Gewichtung ist mir persönlich wichtig? Wenn ich Grün wähle, schwäche ich eine Linke Opposition und laufe Gefahr einer Politik mit Schwarz zu wählen. Wähle ich die Linke, unterstütze ich Sarah und Oskar. Dabei senke ich die Chance auf eine gerechte Klimapolitik und ich sehe eine Politik der SPD mit der schwarzen Pest und eventuell mit der FDP. Wenn mein Kreuz einer kleinen Partei gebe, wird die Stimme anhand der Sitzplätzen verbrannt. Eine Stimme für die SPD bedeutet weitere Jahre Stillstand.

Am Ende bin ich mit keiner Partei in Deutschland zufrieden, da es mir an einer Faktenbasierten mangelt, welche sich für die soziale Bedürfnisse von ebenso auch den unteren Klassen beschäftigt, eine Zukunftsorientierte Politik macht und sich für den Schutz der Minderheiten in der Gesellschaft einsetzt. Verkürzt gesagt, mangelt es mir an einer tatsächlichen Links-Grünen Politik.

Schon seit langem bin ich der Überzeugung, dass es in Deutschland keine Partei existiert, welche meine Positionen vertritt und ich immer einen starken Kompromiss beziehungsweise Abstriche machen muss. Dieses Jahr ist es jedoch schwerlich zu entscheiden, wem ich meine Stimme gebe, damit ich mich am wenigsten selbst belüge.

Das Leben ist jedoch nicht so deprimiert, wie es Parteipolitisch aktuell aussieht. Unter den jungen Menschen gibt es viele Aktivisten, welche sich außerparlamentarisch engagieren. In nicht regierende Organisationen setzen sich jene für mich wichtige Themen ein. Aber nicht nur junge Menschen sind aktiv, auch ältere Menschen schließen sich zusammen, um gegen rechts und für die Solidarität zu demonstrieren. Ich sehe mich derzeit auf der Straße vertreten, anstelle in den Parlamenten, in welcher mir nur das kleinste Übel zur Wahl steht. Genau mit dieser Begründung wird meine Stimme jenen gegeben, bei welchen ich den geringsten Kompromiss begehen muss und zugleich ausreichend Stimmen erhalten, damit die 5 % Hürde erreicht wird.

Für die tatsächliche Politik sehen und hören wir uns auf der Straße.

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